ONLINE: IAL: Die Vision der Maria Magdalena

Freitag, 19. Februar 2021, 18:30 – 20:30, via Zoom
Freitag, 16. April 2021, 19:00 – 21:00, via Zoom
Freitag, 18. Juni 2021, 19:00 – 21:00, via Zoom

Ablauf: Dauer: 120 Minuten
Ankommen – Check-in – Meditation/Kontemplation – vertiefender Dialog – wahrnehmende Kunstbetrachtung/spontanes Journaling – generativer Dialog – Check-out
Mit Ute Weber-Woisetschläger, Philosophin, Kunsthistorikerin, Direktorin Integral Art Lab

Wer ist Maria Magdalena?
Was wissen wir über die historische Person Maria aus Magdala und worin liegen die Besonderheit und ihre Bedeutung für uns heute? Hier finden Sie Hinweise zu Daten, Fakten, Interpretationen, Konstruktionen und einer Revision von allem in verschiedenen Medien:
https://de.wikipedia.org/wiki/Maria_Magdalena
https://www.deutschlandfunk.de/maria-magdalena-die-verkannte-zeugin.2540.de.html?dram:article_id=444078
https://de.wikipedia.org/wiki/Maria_Magdalena_(2018)

Welche historischen Artefakte sind überliefert?
Tatsächlich gibt es archäologische Funde aus ihrer Zeit, die im Magdala-Center in Israel zu besichtigen sind.
Dort findet sich auch dieser sog. Magdala-Stein in den Resten einer Synagoge aus dem 1. Jh. n. Chr.:

Magdala Stein, 1. Jh. n. Chr. Magdala/Israel

Die letzten Jahre ihres Lebens soll Maria Magdalena in Südfrankreich und davon 30 Jahre in dieser Grotte verbracht haben.

La Sainte-Baume


Das Evangelium der Maria Magdalena
Das Evangelium der Maria (manchmal auch: Evangelium der Maria Magdalena) gehört zu den
Apokryphen des Neuen Testaments. Es handelt sich um eine gnostische Schrift, die auf etwa
160 n. Chr. datiert wird.


Die Botschaft von Maria Magdalena, hier komponiert und gesungen von Catherine Braslavsky:

The message of Myriam – Song composed and sung in French by Catherine Braslavsky, text from the (Coptic) Gospel of Mary Magdalene, English subtitles

Was verstehen wir unter einer Vision?
Vielleicht fragen Sie sich ja zunächst, was das Wort „VISION“ eigentlich bedeutet und wollen hier nachsehen.

Wenn Sie sich noch mehr vertiefen möchten, können Sie hier einen kurzen Absatz über „Visionen und visuelle Wahrnehmung“ von Duco A. Schreuder lesen.

Sollten Sie sehr an diesem Thema interessiert sein, finden Sie hier einen Hinweis auf das Buch von Evelyn Underhill: „Mystik: Eine Studie über Natur und Entwicklung des spirituellen Bewusstseins“

Mit welchem Organ gewahrt Maria Magdalena diese Vision?
In der Einleitung und im Kommentar des Evangeliums der Maria Magdalena finden sich folgende Hinweise:

„Was ist das Organ des wahren Sehens? Mit welchen Augen ist Maria Magdalena in der Lage die Auferstehung zu sehen? Die Antwort des Lehrers auf diese Frage ist klar. Die Auferstehung kann weder mit den Augen des Fleisches, noch mit den Augen der Seele (Psyche) gesehen werden. Diese Vision ist keine Halluzination, noch ist sie irgendeine Art von Fantasie, die mit sensorischen, psychischen oder mentalen Reizen verbunden ist. Darüber hinaus sagt uns dieses Evangelium, dass die Auferstehung auch nicht als eine rein spirituelle (pneumatische) Vision zu kategorisieren ist. Vielmehr ist es eine Vision des nous – eine Dimension, die in unseren Anthropologien oft vergessen wird.“ (The Gospel of Mary Magdalene, Translation from the Coptic and Commentary by Jean-Yves Leloup, English Translation and Notes by Joseph Rowe, 2002, p. 13-14)

Der nous wird als Vermittler zwischen dem Bereich der Psyche (Seele) und dem Bereich des Pneuma (Geistes) dargestellt. Es ist das Pneuma – der Atem oder Heilige Geist – das in der Anthropologie dieses Evangeliums als wahrhaft göttlich betrachtet wird. Diese Differenzierung führt zu einer vierfachen Anthropologie: der Mensch als ein Kompositum aus Körper (soma), Seele (psyche), Verstand (nous) und Geist (Pneuma). (ibid., p. 120.)

Wie offenbart sich mir eine Vision?
Nach einem sanften Ankommen und einer meditativen Versenkung bewegen wir in dyadischen Konstellationen Fragen nach Visionen in unserem eigenen Leben und dem Ort der Wahrnehmung und Wahrgebung. Die Verbindung mit dieser Frage leitet uns bei der wahrnehmenden Kunstbetrachtung und bei der Auswahl eines Bildes, das die Vision der Maria Magdalena versinnbildlicht, mit der ich in Resonanz gehe. In dieses Bild vertiefe ich mich im Stile des Journaling und teile mit den Teilnehmer*innen meine Wahrnehmungen, Einsichten und Erkenntnisse. Die Vielfalt der Aspekte, der wir hier im generativen Dialog begegnen eröffnet uns, wenn wir bereit sind tief und von Herzen zu lauschen, ein Staunen über eine sich ergänzende Einheit und die Qualität des Ausdrucks, der wir hier begegnen nährt und verbindet uns auf eine besondere Weise.

Beitrag: 27 EUR (freie Spende)
Anmeldung und Bezahlung via meetup und PayPal oder via E-mail anfragen: contact@integralartlab.com


Der Link zum virtuellen Raum erfolgt mit vertiefenden Hinweisen und detaillierten Informationen via E-mail 1-2 Tage vor der Veranstaltung.

Danksagung: Ich danke Kayleen Asbo, PhD von Herzen für ihre inspirierenden Vorträge und die Vermittlung profunder Weisheitslehren.

Virtuelle Bildergalerie

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