ONLINE: IAL: VISIONEN vor Meisterwerken im KHM Wien


ONLINE: Freitag, 5. März 2021, 19:00 – 21:00 Uhr
ONLINE: Donnerstag, 10. Juni 2021, 19:00 – 21:00 Uhr

Ablauf: Dauer: 90 Minuten
Ankommen – Check-in – Meditation/Kontemplation – vertiefender Dialog – wahrnehmende Kunstbetrachtung/spontanes Journaling – generativer Dialog – Check-out

Mit Ute Weber-Woisetschläger und ausgewählten Meisterwerken aus der Gemäldegalerie des Kunsthistorischen Museums Wien.

Nach einem sanften Ankommen und einer meditativen Versenkung, fragen wir zunächst in dyadischen Konstellationen nach Visionen in unserem eigenen Leben. Die Verbindung mit dieser Frage leitet uns bei der wahrnehmenden Kunstbetrachtung und bei der Auswahl eines Bildes, das eine Vision versinnbildlicht, mit der ich persönlich in Resonanz gehe. In dieses Bild vertiefe ich mich anhand von Leitfragen und meine Wahrnehmungen teile ich mit den Teilnehmer*innen. Die Vielfalt, der wir hier im Dialog begegnen führt uns, wenn wir bereit sind tief zu lauschen, ins Staunen und die Qualität des Austausches, der wir hier begegnen nährt und verbindet uns auf eine besondere Weise.

Die Gemäldegalerie des Kunsthistorischen Museums ging aus den Kunstsammlungen des Hauses Habsburg hervor und zählt heute weltweit zu den größten und bedeutendsten ihrer Art. Der Grundstock der Sammlung sowie ihre wesentlichen Schwerpunkte wurden bereits im 17. Jahrhundert gelegt: die venezianische Malerei des 16. Jahrhunderts (Tizian, Veronese, Tintoretto), die flämische Malerei des 17. Jahrhunderts (Peter Paul Rubens, Anthonis van Dyck), altniederländische Malerei (Jan van Eyck, Rogier van der Weyden) und die altdeutsche Malerei (Albrecht Dürer, Lucas Cranach).

Zur Fokussierung des Themas VISIONEN wurden Werke ausgewählt, die visionäre Momente darstellen, die wir in unserem Kulturraum üblicherweise mit diesem Begriff assoziieren. Es handelt sich um Ölgemälde aus dem 16. und 17. Jahrhundert, vom Einzelbildnis bis zu christlich-mythologischen Szenen, von Van Dyck bis Tizian.

Anthonis van Dyck, Kopfstudie einer emporblickenden Frau, 1618/20, © KHM-Museumsverband

VISIONEN und BEWUSSTSEIN

Vielleicht fragen Sie sich ja zunächst, was das Wort „VISION“ eigentlich bedeutet und wollen hier nachsehen.

Wenn Sie sich noch mehr vertiefen möchten, können Sie hier einen kurzen Absatz über „Visionen und visuelle Wahrnehmung“ von Duco A. Schreuder lesen.

Sollten Sie sehr an diesem Thema interessiert sein, finden Sie hier einen Hinweis auf das Buch von Evelyn Underhill: „Mystik: Eine Studie über Natur und Entwicklung des spirituellen Bewusstseins„.

Nach einer meditativen Versenkung fragen und lauschen wir uns selbst bei Fragen wie:

  • Welche ERINNERUNG oder welche VORSTELLUNG verbindest Du mit dem Wort VISION?
  • Hast Du selbst jemals eine VISION erlebt oder erfahren?
  • Welche HALTUNG oder welche EINSTELLUNG  braucht es, um eine VISION zu empfangen?
  • Was hat VISION mit Zukunft zu tun? 
  • Wie kannst Du eine VISION gegenwärtigen und verkörpern? 

Aus der Verbindung mit diesen Erfahrungen begegnen wir ausgewählten Kunstwerken und wählen eines aus, das besonders zu uns spricht, das uns auf eine besondere Art und Weise anzieht, aus welchen Gründen auch immer, um bei diesem Bild zu verweilen und dieses Bild anhand von Leitfragen tiefer zu erkunden. Die Offenbarungen aus den Tiefen unserer Wahrnehmung werden nun zu Wahrgebungen und neue Erkenntnisse können spontan offensichtlich werden.

Beim Integral Art Lab geht es um die individuelle Wahrnehmung, den Zugang zur eigenen Kreativität und zu ausgewählten Kunstwerken: Wir öffnen den Raum zur ästhetischen Selbsterfahrung, zum Entdecken tieferer Dimensionen der Wahrnehmung, zusätzlicher Sichtweisen und zu deren bewusster Reflexion. Im co-kreativen, generativen Dialog emergieren zuweilen inspirierende Einsichten und neue konkrete Handlungsimpulse.

Diese Art des Zugangs war in der traditionellen Begegnung mit Kunstwerken nicht üblich. Wir haben einen Rahmen kreiert, der Meditation/Kontemplation, Dialog, Resonanzforschung, Journaling und generativen Dialog umfasst, um einen erweiterten, integralen Zugang zur Kunst zu ermöglichen.

Um die Erweiterung der individuellen Wahrnehmung durch diesen Prozess zu dokumentieren, laden wir die Teilnehmer*innen ein, sowohl ihre persönliche Haltung als auch die Wirkung des Prozesses durch einige Satzvervollständigungen vor Beginn und nach Beendigung in forschender Art und Weise zu beantworten.

Beitrag: freie Spende
ONLINE: 27 EUR
Eine verbindliche Anmeldung mit der Überweisung des Beitrages ist bis 24 Stunden vor dem Termin möglich.
Die Teilnahme ist nur nach bestätigter Anmeldung möglich. Der Treffpunkt im Kunsthistorischen Museum Wien bzw. der Link zum virtuellen Raum wird mit Hinweisen zur weiteren Vertiefung mit der bestätigten Anmeldung per E-mail zugeschickt.


Virtuelle Bildergalerie

Dieser Inhalt ist passwortgeschützt. Um ihn anschauen zu können, bitte das Passwort eingeben:

Empfehlen Sie diese Seite weiter! / Please share this page!